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30.07.2012 | 23:49 | in EJU, Olympia

Olympiavorschau Tag 4: Europa fordert Asiens Favoriten heraus

Olympiavorschau Tag 4: Europa fordert Asiens Favoriten herausWas für ein Tag am 31. Juli an dem Ole Bischof seinen Olympiasieg verteidigt. Er ist einer der acht Olympiasieger aus 2008, die in London an den Start gehen. Bischof, der in Deutschland eine Berühmtheit geworden ist, wird es nicht leicht haben mit all den Rivalen, die seinen Titel haben möchten. Bischofs härtester Konkurrent ist wohl der Koreaner Kim Jae-Bum, der ihm auch schon im Finale in Peking 2008 gegenüberstand. Seitdem dominiert Kim diese Gewichtsklasse, holte Bronze bei der WM 2009 sowie Gold 2010 und 2011. Kim ist derjenige, den es zu schlagen gilt, auch wenn er nicht die Nummer 1 der Weltrangliste ist. Auf dieser Position befindet sich der Brasilianer Leandro Guilheiro, der seine starke Leistung seit Jahren konstant beibehält. In der Olympiaqualifikation hat keiner mehr Kämpfe gewonnen als er. Allerdings musste er seit 2009 drei Mal den Kürzeren gegen den Koreaner ziehen.

Bischofs Europäische Konkurrenten sind der Russe Nifontov, Weltmeister von 2009, sowie Elnur Mammadli, Aserbaidschans ganzer Stolz und amtierender Olympiasieger -73 kg. Mammadli gewann dieses Jahr das wichtige IJF Masters Turnier in Almaty und zählt auch -81 kg zu den Favoriten. Er ist im selben Pool wie Nifontov. Der Russe wurde 2009 Weltmeister und hat seitdem keine wirklich großen Turniere gewonnen. Dennoch ist der talentierte Nifontov ein Goldkandidat für Russland.

Auch wenn er nicht zu den topgesetzten Sportlern gehört, ist Srdan Mrvaljevic der amtierende Vizeweltmeister. Mrvaljevic, der für Montenegro an den Start geht, kann die Weltelite schlagen, hat sich 2012 allerdings ziemlich rar gemacht. Die Nummer drei der Welt, Sergiu Toma (MDA) hat auch realistische Chancen auf eine Medaille. Er holte Bronze beim Grand Slam in Pris und besiegte Mrvaljevic bei den Masters.
Der Franzose Alain Schmitt hat auf jeden Fall das Zeug bei diesem Großereignis zu überraschen.

Ein weiterer Außenseiter könnte Euan Burton (GBR) sein. Mit dem Heimpublikum im Rücken versteht es der erfahrene Brite sich die Medaillen zum richtigen Zeitpunkt zu schnappen. Er ist der letzte in dem Olympiafeld, der Kim 2009 besiegen konnte. Guillaume Elmont (NED) war 2005 bereits Weltmeister, ist nach vielen Verletzungen jetzt wieder in Form und kann die Besten schlagen. Vielleicht spornt ihn eine tolle Leistung seines Bruders am Vortag an um auf dem Podium zu landen. Der Italiener Antonio Ciano kann überraschen und besiegte mit Guilheiro und Nakai (JPN) große Favoriten.
Außerhalb Europas haben Nakai (JPN) und Travis Stevens (USA) ebenfalls gute Medaillenchancen.

In diesem starken Teilnehmerfeld mit 16 Europäern wo die Unterschiede nur sehr gering sind, ist alles möglich. Dienstag 30. Juli wissen wir mehr.

Frauen -63 kg
Die regierende Weltmeisterin kommt aus Europa: Die Französin Gevrise Emane. Sie ist die klare Favoritin um im Finale auf die extrem starke Japanerin Yoshie Ueno zu treffen. Elf Europäische Frauen werden in dieser Gewichtsklasse versuchen, Ueno zu schlagen. Die Japanerin ist Doppelweltmeisterin, allerdings verlor sie im Finale 2011 gegen Emane. Ueno ist im gleichen Pool wie die Koreanerin Young.
Die Chinesin Xu befindet sich im gleichen Pool wie Elisabeth Willeboordse, die erfahrene Niederländerin, Europameisterin 2010 und Vizeweltmeisterin 2009. In der gesamten Olympiaqualifikation konnte sie 24 Kämpfe gewinnen, nur zwei weniger als Ueno und zwei mehr als Urska Zolnir (SLO) die sie seit 2008 vier Mal schlug.
Zolnir ist eine der besten Europäischen Judoka. Sie holte 2004 Olympiabronze und Bronze bei der WM in Paris im Vorjahr. Als Grand Slam Gewinnerin ist sie auf jeden Fall eine der drei großen Medaillenhoffnungen für Slowenien mit nur 2 Millionen Einwohnern.
Alice Schlesinger hat sich in im innerisraelischen Duell gegen Yarden Gerbi durchgesetzt obwohl auch Gerbi sehr gute Chancen auf eine Medaillen in London gehabt hätte. Schlesinger holte einige wichtige Bronzemedaillen bei Welt- und Europameisterschaften. Sollten es beide bis ins Viertelfinale schaffen, werden sich Schlesinger und Zolnir gegenüberstehen.

Wenn auch nicht gesetzt, kann Claudia Malzahn ebenfalls ganz vorne mitmischen. Von den elf Europäerinnen muss auch Gemma Howell genannt werden. Die Britin ist jung, talentiert und hat sich sehr gut entwickelt. Sie gewann die letzten vier internationalen Turnier am Stück. Auch wenn sie nicht um eine Medaille kämpfen kann, so kann sie in London auf jeden Fall überraschen.

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