Spanien mischt mit im Rennen um Olympiatickets beim World Cup in Warschau

Es ist schon eine Zeit lang her, als Spanien den Medaillenspiegel eines World Cup angeführt hat. Aber im Rennen um die Olympiatickets zeigten die spanischen Damen ihr Können mit Gold und Bronze am ersten Tag des Damen World Cup in Warschau. Siegerin bis -48 kg wurde die Spanierin Oiana Blanco, die im Finale Nataliya Kondratyeva aus Russland auf Platz zwei verwies. Bronze ging an Wu Shugen aus China sowie Chung Jung Yeon aus Korea. -52 kg holte die Nordkoreanerin An Kum Ae Gold. Im Finale besiegte sie die Italienerin Rosalba Forciniti, die sich nun schon zum dritten mal bei einem Großevent mit Silber zufrieden geben musste. Bronze gab es für Romy Tarangul aus Deutschland und Yanet Bermoy aus Kuba. Im Finale -57 kg standen sich Viola Waechter aus der Schweiz und Sumiya Dorjsuren aus der Mongolei gegenüber. Nach einem spannenden Kampf war Waechter schließlich die Überlegenere und holte sich nach Birmingham 2011 ihren 2. World Cup Sieg. Bronze ging an die Französin Sarah Loko und die Spanierin Isabel Fernandez. Fernandez besiegte im spanischen Duell Conchi Bellorin mit Yuko. Für die 40jährigie Fernandez war dies die 54. Medaille bei einem World Cup und führt somit die all time Rangliste an. Der World Cup findet in der Ursynow Halle in Warschau statt und zog neben zahlreichen Zuschauern auch viele Medienvertreter an. Kein Wunder angesichts der Tatsache, dass man Olympiasiegerinnen, Welt- und Europameisterinnen hautnah zu sehen bekommt. EJU Kommentatorin Loretta Cusack über den Stellenwert dieses World Cup:“ Das Niveau des hier gezeigten Judo ist extrem hoch. Für einige Teilnehmerinnen ist dies der letzte Turnierstart vor den Olympischen Spielen in London – sie sind bereits top vorbereitet. Wir haben 257 Sportlerinnen aus 52 Nationen. Die Kämpfe sind wirklich spektakulär.“ In der Pause gab es eine Trainingseinheit für junge Judoka von Aneta Szczepanska, Olympiasilbermedaillengewinnerin von Atlanta 1996, Pawel Nastula, Olympiasieger von Atlanta 1996 sowie Adam Adamczyk, mehrfacher Medaillengewinner bei Welt- und Europameisterschaften. Ehrengast war der Japaner Hiromi Tomita, der zur Zeit Trainer der Nationalmannschaft der Mongolei ist. Mehr als 200 polnische Kinder nahmen am Training teil. Jeder Teilnehmer erhielt eine Urkunde. Weiters wurden vom Polnischen Judoverband Trophäen für die besten aktiven polnischen Judoka überreicht: Halima Mohamed-Seghir und Tomasz Kowalski. Eine Auszeichnung gab es auch für den besten Trainer des besten Resultats 2011: Tomasz Lisicki. Verfolgen Sie die Kämpfe am Sonntag: https://www.eju.net/calendar/?mode=showEvent&id=939