Die Bedeutung der Kata

Haruki Uemura, Sergey Soloveychik und Franco Capelletti sind sich einig: Der Stellenwert der Kata im Judosport ist ein extrem wichtiger. Das 2. EJU Kodokan Seminar begann am Dienstag in Lignano Sabbiadoro. Die anwesenden 250 Kataexperten aus 19 Ländern waren das perfekte Publikum um ihr Können zu perfektionieren und Wissen auszutauschen. „Ich hoffe, dass Judo Kata auch eines Tages eine Olympische Disziplin wird“ sagte der Präsident des Kodokan und der Japanischen Judo Föderation, Haruki Uemura. „Wir müssen aber weiterhin gute Arbeit leisten um Kata weltweit zu verbreiten. Italiens Rolle ist im Moment sehr wichtig, da Judo hier sehr beliebt ist, es tolle Sportler gibt und die Kata Weltmeisterschaft im September in Pordenone stattfindet.“ Uemura betont nochmals die Wichtigkeit der Kata und vergleicht sie mit Grammatik, auf die im Lernprozess wieder neue Dinge folgen. Im Judo wären das Randori und Shiai. „Italien ist das perfekte Beispiel dieser positiven Philosophie“ sagt EJU Präsident Sergey Soloveychik, „ Italien ist sehr engagiert im Bereich der Kata. Hier in Lignano sind wir 250, bei den nächsten Veranstaltungen hoffen wir auf 400 Teilnehmer.“ Franco Capelletti, Vizepräsident der EJU und der Italienischen Judo Föderation, konzentriert sich hingegen auf 90% aller Judoka, die regelmäßig das Fitnessstudio besuchen aber nicht notwendigerweise kämpfen müssen. „Judo hat eine überzeugende Antwort für diese große Gruppe – und die ist Kata.“ Die Region Friaul wurde nicht nur zufällig ausgewählt. Die Motivation ist hier besonders groß von Friaul aus diese Neuinterpretation des Judo zu unterstützen“. Am zweiten Tag des Seminars wurden Nage No Kata und Ju No Kata dem Japanischen Komitee vorgeführt. Nur diejenigen mit den höchsten Gesamtpunkten erhielten eine Urkunde des Kodokan. Am Donnerstag geht es weiter mit Katame No Kate und Kime No Kata von 09:00-12:00 und 15:00-18:00. Sehen Sie sich die Fotos in unserer Mediengalerie an: https://www.eju.net/media/?mode=showEvent&id=1205